Termine_Salons

_Salon in Jahreszeiten_
Ein Abend mit Prosa, Lyrik und Musik in der Lettrétage Berlin

www.lettretage.de

Die Salonabende legen sich nicht fest, sie verschreiben sich nicht nur einer Kunstform, sondern verbinden verschiedene Künste und Formen des künstlerischen Ausdrucks. Sie bieten Talenten aus den Bereichen Literatur, Lyrik und Musik eine gemeinsame Bühne und regen zum Austausch an, wie es in den literarischen Salons bis in die 1920er Jahre üblich war.

Künstler*innen nutzen die Salons, um ihre Werke vorzustellen oder etwas Neues auszuprobieren – passend zur Stimmung der jeweiligen Jahreszeit.

Wenig ist unmöglich – Kurzgeschichten, Romanauszüge, Essays, Lyrik, Poetry-Slam, philosophische oder gesellschaftspolitische Texte, Musik aller Couleur, aber auch Tanz-Performances oder andere Formen künstlerischen Ausdrucks  – was gefällt, wird gezeigt und an einem abwechslungsreichen Abend dargeboten. 

Der Salon gibt Impulse, regt zum Nachdenken an und bietet dem Publikum eine Möglichkeit, mit den beitragenden Künstler*innen in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.

_Anstehende Termine_

Wintersalon // Herz-Algorithmen // 06. März 2020, 20 Uhr
Ort: Lettrétage, Mehringdamm 61, 10961 Berlin

Christian Lange-Hausstein – Kurzprosa
Moritz Gause – Lyrik
Isobel Markus – Kurzprosa
Musik: Max Müller – Konzertgitarre

20:00 Uhr, Eintritt 8€ (Künstler*innenhonorar)

Lesung und Musik mit Isobel Markus, Christian Lange-Hausstein, Moritz Gause und Max Müller

© Isobel Markus

Auf sein Herz hören, beherzt handeln, jemanden ins Herz schließen oder das Herz verschließen, mit einem Herz aus Eis für etwas brennen, es bis zum Hals schlagen lassen und sich ein gebrochenes Herz nicht zu Herzen nehmen. Das Herz ist der Ort für Freude und Leid im Takt unserer Gefühle.

Im Rahmen des Wintersalonabends machen sich Isobel Markus, Christian Lange-Hausstein, Moritz Gause und Max Müller auf literarische, lyrische und musikalische Weise auf die Suche nach Herz-Algorithmen und stellen sich unter anderem Fragen wie:

Helfen in einer zunehmend programmierten Welt Algorithmen gegen die Macht bzw. Ohnmacht der Gefühle? Können Herz-Algorithmen Romane schreiben, erwünschte Gefühle erzeugen, mit Logik das Unlogische des Herzens steuern? Benötigen wir in herzlosen Zeiten Anweisungen für ein herzliches Miteinander? Regeln, Gesetze, Rezepte oder Schritt-für Schritt-Tutorials für die Liebe? Was bedeutet Herzensbildung eigentlich und was tut Tinder dagegen?

Der Abend wird musikalisch begleitet von Max Müller an der Konzertgitarre.

© Viktor Strasse

Christian Lange-Hausstein wurde 1983 in Berlin-Mitte geboren. Er hat in Berlin Jura studiert, mit Station in Tel Aviv und späterer Promotion an der Freien Universität. Er berät als Anwalt im Datenschutzrecht. In nicht-literarischen Veröffentlichungen schreibt er zu Fragen der Digitalisierung, u.a. in brand eins und auf Spiegel Online. Seit 2013 erscheint seine Prosa in Literaturzeitschriften und auf Bühnen.

 

© Sascha Kokot

Moritz Gause wurde 1986 in Berlin geboren und wuchs dort, in Brandenburg und in Thüringen auf. Er studierte in Jena Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. In den Jahren 2009 bis 2015 verantwortete er Literaturprojekte, Lesereihen, literarische Werkstätten, Ausstellungen und Interventionen in Thüringen. Nach zwei Jahren in Bishkek, Kyrgyzstan, lebt Gause heute in Berlin. Gause erhielt 2011 den hr2-Literaturpreis, gemeinsam mit Romina Nikolić das Walter-Dexel-Stipendium der Stadt Jena 2012 und im Jahre 2013 ein Arbeitsstipendium des Freistaates Thüringen. Weiterhin wurde Gause 2018 für den Ulla-Hahn-Autorenpreis nominiert. Sein Debüt „Meditationen hinterm Supermarkt“ erschien 2018 in der edition AZUR.

 

© Vardhman Lunkar

Max Müller ist 21 Jahre alt, wohnt in Berlin und studiert klassische Konzertgitarre an der Universität der Künste. Die Schwerpunkte seiner interpretatorischen Arbeit liegen in den Originalkompositionen für Gitarre des späten 19. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart, vor allem in der Musik aus Spanien, Italien und Südamerika – ein Querschnitt aus Romantik, Impressionismus, Expressionismus und der Verarbeitung von volksliedhaften und traditionellen Themen bis hin zur Moderne, der sich mitunter auch mit Transkriptionen und Originalen aus dem Barockrepertoire verbindet. Neben solistischen Tätigkeiten bei Konzerten, Festivals und nationalen/internationalen Musikwettbewerben widmet er sich der Kammermusik z.B. in Duetten, im Gitarrenquartett, als Solist mit einem Streichquartett und als Mitglied in Zupfensembles. Zudem gibt er Unterricht und ist Dozent im Landesjugendzupforchester Sachsen, in dem er selbst mitspielt.

  • Frühlingssalon // Miniaturen // 24. April 2020, 20 Uhr
    Ort: Lettrétage im Exil, Details folgen

Björn Kuhlig – Texte aus den Berliner Szenen der Taz
Daniel Klaus – Texte aus den Berliner Szenen der Taz
Isobel Markus – Texte aus den Berliner Szenen der Taz
Alexander Lehnert

Musik: Nathalie Claude – Electro Vocals

  • Sommersalon // Liebes*leben // 04. September 2020, 20 Uhr
    Ort: Lettrétage

Kristina Offermann – Texte aus montagmorgen.berlin
Jana Franke – Lyrik
Axel Görlach – Lyrik
Alexander Pfeiffer – Lyrik und Kurzprosa
Isobel Markus – Berliner Miniaturen
Musik: Nuray Özdemir –Saz und Gesang

  • Herbstsalon // 06. November 2020, 20 Uhr
    Ort: Lettrétage

    Daniel Breuer – Prosa
    Cornelia Schmerle – Lyrik
    Alexander Estis – Lyrik
    Isobel Markus – Kurzprosa
    Musik: Details folgen

 

_Vergangene Veranstaltungen_

04. Oktober 2019, 20 Uhr  Lettrétage // Fuchsgesichter //
Salonabend mit Prosa, Lyrik und Musik
Isobel Markus – Kurzgeschichten
Bernd Lüttgerding – Lyrik
Amine Mesnaoui – Kompositionen und Piano
https://www.lettretage.de/programm/aktuelles-programm/?event_id1=8597

30.06. 2019, 14 – 18 Uhr
Literatur auf der Parkbank – Kurzgeschichten auf der Parkbank Nr. 18 im Tiergarten
www.literatur-auf-der-parkbank.de

Fotos : VMonkphotography